Am 10.12.1896 starb Alfred Bernhard Nobel, Erfinder des Dynamits und Namensgeber des Friedensnobelpreises und des chemischen Elements Nobelium. Gut 50 Jahre später, am 10.12.1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Dieser Tag, gemeinhin bekannt als Tag der Menschenrechte, ist für viele Organisationen, insbesondere Amnesty International Anlass, die Menschenrechtssituationen weltweit kritisch zu betrachten und auf aktuelle Brennpunkte hinzuweisen.
Die Idee von Amnesty International geht auf den britischen Anwalt Peter Benenson zurück, der im Frühjahr 1961 in einem Artikel im "Observer" dazu aufrief, etwas gegen die Ungerechtigkeit zu tun. Schon drei Jahre nach ihrer Gründung hatten die Unterstützer von Amnesty (englisch: Strafbefreiung) in tausenden Briefen an Machthaber aller Kontinente die Freilassung von mehr als 700 politischen Gefangenen gefordert - nicht weniger als 140 kamen tatsächlich frei. 1970 waren es schon 2.000 Freilassungen. 1977 wurde die Arbeit der Organisation mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt. 2011 feierte Amnesty das 50-jährige Gründungsjubiläum. Die Organisation zählt heute rund drei Millionen Mitglieder und Unterstützer in 150 Ländern.
Die Entwicklungen im Nahen Osten und in Nordafrika zeigen, wie notwendig internationale Solidarität bei Menschenrechten ist. Mit neuen Kampagnen fordert die Organisation derzeit ihre rund drei Millionen Mitglieder und Unterstützer in 150 Ländern auf, weitere Menschen zum Engagement für Menschenrechte zu bewegen. Auch die Amnesty International Gruppe Villingen-Schwenningen hat sich diesem Engagement verschrieben und veranstaltet in der Zeit vom 13.12.2011 bis 22.12.2011 eine Ausstellung im Landratsamt Villingen-Schwenningen. Die Ausstellung möchte Interessierten einen Einblick in die Arbeit der Organisation gewähren und ruft natürlich auch zur Mitarbeit auf.